Allgemein

Was passiert beim weinen

Warum weinen wir?

Manche Menschen sind sehr nah am Wasser gebaut – andere weinen dagegen sehr selten. Bei den meisten ist ausschlaggebend für geweinte Tränen der Verlust einer nahestehenden Person z.B. nach einer Trennung.

Frauen weinen sehr häufig bei emotional rührenden Tränen in Filmen, was Männer eher kalt lässt. Wut und Enttäuschung, Mitgefühl, Stress, Erschöpfung und körperlichen Schmerzen können weitere Auslöser für Tränen sein. Genauso, wie Streit mit dem Partner. In den seltensten Fällen weinen Menschen vor Rührung oder Glück.

Frauen weinen bis zu 30-60x pro Jahr, Männer dagegen nur 6-17mal. Bei Frauen kullern Tränen ungefähr 6 Minuten, bei Männern nur 2-4 Minuten lang. Das kann auch biologisch erklärt werde, wie eine israelische Forschungsgruppe beim Weizmann Institute of Science in Rehovot entdeckte. Der Geruch der weiblichen Tränen senkt bei Männern den Testosteronspiegel, was wiederum zu einem geringem Aggressionspotential führt.

Weinen ist nicht gleich weinen.

Es gibt drei unterschiedliche Tränenformen, die sich in ihrer Zusammensetzung unterscheiden.

Die reflektorischen Tränen entstehen durch Fremdeinwirkung von außen, wie beim Zwiebelschälen oder wenn ein kalter Wind weht.

Basale Tränen sind die Tränen, die unser Auge ständig befeuchten, reinigen und es schützen.

Emotionale Tränen sind die, die wir bei Trauer weinen.

Die Tränenflüssigkeit besteht aus Elektrolyten, Wasser und Eiweißen. Emotionale Tränen erhalten allerdings einen erhöhten Anteil an Proteinen und mehr Serotonin, als andere Tränenarten.

Tränen sind Transportmittel unserer Gefühle

Die Tränenproduktion entsteht im zentralen Nervensystem, wenn ein Reiz eine neurale Verschaltung im Gehirn in Gang setzt, die für den Tränenfluss verantwortlich ist.

In jungen Jahren weinen wir, um Aufmerksamkeit zu erzielen und uns bemerkbar zu machen. Je älter wir werden, desto öfter weinen wir heimlich. Dabei ist Trauer und das damit einhergehende weinen ein wichtiges Gefühl. Wir setzen uns mit Dingen auseinander, anstatt sie herunterzuschlucken. Menschen die diese Emotionen unterdrücken, sind viel unausgeglichener als, die, die Ihren Tränen freien Lauf lassen.

Es wird vermutet, dass emotionale Tränen Schadstoffe ausschwemmen, eine reinigende Wirkung haben aber auch eine Art Beruhigungsmittel darstellen, da die Haut die Tränenflüssigkeit nach dem weinen wiederaufnimmt. In der Tränenflüssigkeit der emotionalen Tränen sind neben Elektrolyten auch Hormone, wie das Serotonin enthalten, welches eine beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus hat.

Liebeskummer und Trauer: Warum weinen wir?

Bei Liebeskummer oder Trauer allgemein spielt unser Hormonsystem verrückt. Wir befinden uns in einer Stresssituation. Die Tränen die wir vergießen haben eine evolutionäre Bedeutung: wir suchen Aufmerksamkeit und Trost, so, wie ein Baby, was weint, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Weinen ist eine Hinweisfunktion, eine Aufforderung dem eigenen Bewusstsein Beachtung zu schenken um die Dinge am Ende klarer zu sehen.

Wissenschaftler vermuten, dass ein befreites emotionales Weinen sogenannte Norothrophine aktiviert. Das sind bestimmte Proteine, die uns helfen Neues zu lernen und uns unserem Umfeld besser anzupassen. Weinen repariert unser Gefühlsleben. Das erklärt auch, warum wir uns meist noch dem weinen besser fühlen.

Warum Du nach einer Trennung weinen solltest

Zusammengefasst, sollten wir weinen, damit wir unseren Gefühlen freien Lauf lassen könne. Empfindungen zulassen, erleben und sie anschließend weiter ziehen zu lassen ist ein wichtiger Prozess in jeder Trauerarbeit. Weinen ist die Befreiung und das Loslassen negativer Empfindungen. Geweinte Tränen helfen uns vorwärts zu schauen und unser Leben neu zu gestalten.

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